Handbuch

Alle Funktionen von ModusCycler, eScalator und modes·explorer — mit Screenshots, für PC und Smartphone. Tipp am PC: Über Drucken → Als PDF speichern wird aus dieser Seite jederzeit ein aktuelles PDF.

Drei Werkzeuge, ein System

Alle drei Apps entspringen derselben Idee: Modi nicht auswendig lernen, sondern verstehen und sofort anwenden. Jedes Werkzeug übernimmt dabei eine eigene Rolle — zusammen ergeben sie einen kompletten Lernweg vom ersten Skalen-Shape bis zur modalen Komposition.

eScalator — das Fundament

Liefert die Skalen: alle sieben Positionen der Dur-Skala als Kiltz-/CAGED- und 3NPS-Referenz, druckbar, in jeder Tonart. Und er zeigt, wie die Positionen zusammenhängen — mit den Transitions lernst Du, per Slide fließend von Lage zu Lage zu wechseln, statt in einer Box zu wohnen.

modes·explorer — der Lehrgang

Bringt Dir Schritt für Schritt bei, wie Du jede Skala in jedem Modus spielst: Ausgangs-Skala wählen, auf die Interim-Basis verschieben, den Grundton im Shape finden, Modus fühlen. Vier Klicks, die aus 35 auswendig gelernten Fingersätzen ein einziges verstandenes System machen.

ModusCycler — das Gesamtwerk

Enthält beides — und geht weiter: Du verstehst, welche Modi in Deinen Akkordfolgen stecken, färbst Folgen fürs Komponieren gezielt modal ein und improvisierst über ganze Progressionen effizient mit den richtigen Modi. Mit Jam-Begleitung, Werkblatt-Druck und allem, was dazwischen liegt.

Inhalt

1 · ModusCycler: Überblick & Sticky Bar

ModusCycler läuft im Browser unter app.moduscycler.com und als App für Android und iOS. Die Oberfläche ist in vier Bereiche gegliedert, erreichbar über die Pillen 1 · Akkorde 2 · Modi 3 · Shapes 4 · Session — auf dem Handy scrollst Du einfach von oben nach unten durch dieselben Bereiche.

ModusCycler auf dem Smartphone
ModusCycler auf dem Smartphone (390 px): oben die Sticky Bar, darunter die Bereiche.
Die Sticky Bar
Die Sticky Bar bleibt beim Scrollen immer sichtbar.

Die Sticky Bar

  • Transport: ▶ Play spielt die Akkordfolge im Loop, Selection nur die aktuelle Auswahl, dazu Pause und Stop. Rechts daneben das Tempo (BPM) mit ▲/▼.
  • Akkordfolge: jede Pille zeigt ihren Akkord samt zugewiesenem Modus (z. B. „1. Am — A Äolisch"). ✏️ öffnet den Editor, ♪ spielt den Akkord einzeln an, ✕ löscht ihn. Leeren entfernt alles, Modi berechnet neu.
  • Tonart-Badge (z. B. „A Moll / C Dur"): zeigt die erkannte Tonart und öffnet den Mini-Quintenzirkel zum Transponieren der kompletten Folge.
  • Instrument-Umschalter (Klavier), Sprache (DE — sechs Sprachen im Wechsel), Theme (Hell/Dunkel/System) und ? für das geführte Tutorial.

Der schmale Streifen am oberen Rand der Sticky Bar ist der Beat-Indikator: Während der Wiedergabe blinken die Taktschläge mit (Schlag 1 rot).

2 · Bereich 1: Akkordfolge erstellen

Alles beginnt mit einer Akkordfolge. Bereich 1 bietet dafür vier Eingabewege — als Kacheln oben im Bereich:

Bereich 1: Akkordfolge
Bereich 1 mit den vier Eingabewegen und dem Wheel-Picker (Grundton + Akkordtyp).
  • Manuell (Wheel-Picker): Grundton und Akkordtyp am Rad wählen — von Dur/Moll bis Dom7, Maj7, 13 und mehr — dann + Akkord.
  • Quintenzirkel: Akkorde visuell aus dem Zirkel picken. Verwandte Akkorde liegen nebeneinander — ideal, um stimmige Folgen zu bauen.
  • Tabelle (Modal Interchange): die Leihakkord-Tabelle zeigt, welche Akkorde aus parallelen Modi „geborgt" werden können — der direkte Weg zu modalen Farben.
  • Song-Datenbank: fertige Akkordfolgen bekannter Songs als Ausgangspunkt laden.
Quintenzirkel
Der Quintenzirkel markiert die Stufen Deiner Folge (1–4) und die Tonart.

Unter der Eingabe zeigt Analysierte Tonika laufend, welchen Grundton die App aus Deiner Folge ableitet. Mit dem Schalter Dur | Moll | Auto legst Du fest, ob die Anzeige Dur, Moll oder die automatische Erkennung nutzt. Enharmonik (b oder #) folgt dabei immer der gewählten Tonart — Db-Dur zeigt Db, Eb, F statt C#, D#.

Tonart-Logik: Der erste Akkord ankert die Tonart

ModusCycler leitet die Tonart aus dem ersten Akkord der Folge ab — das hält die Analyse stabil und nachvollziehbar. Ersetzt oder löschst Du aber den ersten Akkord einer bestehenden Folge (etwa beim Experimentieren in der Modal-Interchange-Tabelle), wäre automatisches Umankern oft falsch: Meistens meinst Du einen Leihakkord in der alten Tonart, keine Modulation.

Deshalb fragt Dich die App genau in diesem Moment: „In der Tonart bleiben" deutet den neuen Akkord als Leihakkord im bisherigen Rahmen und pinnt die Tonart sichtbar an (📌 am Tonart-Badge in der Sticky Bar) — „Tonart wechseln" liest die ganze Folge ab sofort vom neuen Zentrum aus; Analyse, Global-Modi und MI-Tabelle folgen. Der Pin bleibt bestehen, bis Du die Folge leerst, einen Song lädst oder Dich später doch für den Wechsel entscheidest.

3 · Bereich 2: Modi & Ansätze

Bereich 2 beantwortet die Kernfrage: Welcher Modus passt zu meiner Folge — und warum? Dafür gibt es drei Ansätze:

Die drei Ansätze
Die drei Ansätze: Global · Smart · Flexibel.
  • Globaler Modus: ein Modus für die gesamte Folge. Die App bewertet alle Kandidaten und zeigt den besten mit Prozent-Score (z. B. „A Äolisch · 100%"). Für die meisten Situationen genau richtig.
  • Smart Substitutions: wie Global, aber die App schlägt an passenden Stellen Substitutionen vor, die mehr Farbe in die Improvisation bringen.
  • Flexibel / Chord-Scale: die Königsdisziplin — zu jedem Akkord ein eigener Modus. Jede Akkord-Pille bekommt ihre eigene Zuweisung, die Du manuell übersteuern kannst.

Ein * neben dem Modus weist auf gleichwertige Alternativen hin. Zu jedem Modus zeigt die App den Charakter-Ton — den einen Ton, der den Modus hörbar macht — sowie Avoid-Hinweise. Vertiefung: Quintenzirkel-Modul mit Erklärungen und die Modal-Interchange-Tabelle direkt in der App.

Die Theorie hinter allem — warum Modi so klingen, wie sie klingen — steht ausführlich auf www.moduscycler.com.

4 · Bereich 3: Shapes & Ansichten

Bereich 3 übersetzt Modus + Akkord in etwas Spielbares. Pro Akkord bekommst Du eine Kachel mit der passenden Skala in der besten Kiltz-/CAGED-Position — die Folge bleibt dabei bewusst in einer ruhigen Handlage, statt für jeden Akkord quer übers Griffbrett zu springen.

Griffbrett-Ansicht
Akkord-Kachel: Modus, Interim-Skala (Kurzform „C-Skala"), Position [4E] — Grundtöne gold, Akkordtöne blau, Charakter-Ton umrandet.

Oben im Bereich wechselst Du die Ansicht — sie gilt für alle Akkord-Kacheln:

TAB-Ansicht
TABs: dieselbe Skala als Bund-Zahlen.
Notation
Notation: als Notenzeile, ab dem Grundton.
Cheating-Ansicht
🃏 Cheating: der Kompakt-Spickzettel — pro Akkord zwei verbundene Räder: Kirchenmodus ↔ Kurzschreibweise („Am [F-Skala]"). Dreht Du ein Rad, wird die Zuweisung für diese Zeile übernommen.
  • 🎸 Gitarre / TABs / 🎹 Klavier / 🎼 Notation / 🃏 Cheating: fünf Darstellungen derselben Skala — Klavier zeigt die Töne auf der Klaviatur (horizontal oder vertikal).
  • Positionen: wahlweise nur die beste Lage oder alle Lagen.
  • 🎯 modes·explorer auf jeder Kachel: öffnet den eingebetteten Lehrgang direkt für diesen Akkord (siehe Kapitel 8).
  • ⛶ Vollbild: alle Skalen-Diagramme als Bühnenansicht mit Mini-Transport — zum Üben und für den Proberaum.
5 · Drucken, Speichern & Export
Werkblatt drucken
Werkblatt: pro Akkord ein Griffbrett mit Modus + Skala.

Werkblatt drucken / PDF erzeugt ein sauberes Übungsblatt Deiner kompletten Folge — der Browser-Druckdialog erlaubt „Als PDF speichern".

Speichern und Laden
Songs intern speichern, als .json exportieren oder wieder importieren.
  • Intern speichern: offline im Browser/Gerät — inklusive Modus-Zuweisungen und Jam-Session-Arrangement.
  • Exportieren / Laden: als .json-Datei sichern und auf jedem anderen Gerät wieder einspielen — so wandert ein Song vom PC aufs Handy.
6 · Bereich 4: Jam Session

Die Jam Session macht aus Deiner Akkordfolge eine Übe-Begleitband. Beim Öffnen (Pille 4 · Session) bekommt die Sticky Bar einen orangenen Rahmen und fünf Kanal-Chips: Akkorde · Tick · Drums · Bass · Instrument.

Sticky Bar im Jam-Modus
Jam-Modus: orangener Rahmen, Kanal-Chips, klarer Ausstieg über „Jam-Session verlassen".
Mixer und Chords-Grid
Mixer (An/Aus + Lautstärke je Kanal) und das Takte-Grid — hier automatisch mit Am–F–C–G über 8 Takte gefüllt.

Das Herz ist das Grid: 4–32 Takte, die Du mit Akkorden belegst. Beim ersten Öffnen füllt es sich automatisch aus Deiner Folge (zwei Takte pro Akkord); leere Takte spielen den vorigen Akkord weiter. Der aktive Chip bestimmt, was Du „malst":

  • Akkorde: Akkord antippen, dann Takte belegen — nochmal tippen leert den Takt.
  • Instrument (✨): Klavier-Verzierungen pro Takt — aus kuratierten Patterns oder per 🎲 vom eingebauten Zufallsgenerator erzeugt.
  • Bass (🎸): eine eigenständige Basslinie als zweite Stimme, mit wählbarem Bass-Sound (Rock-, Jazz-, Slap-, Akustik- oder Kontrabass).
  • Tick: das Metronom — läuft immer synchron zum App-Takt und treibt den Beat-Indikator. Drums sind als Ausbaustufe vorgesehen.
Tick / Metronom
Der Tick: Tempo-Rad, Tap Tempo, Swing und eine 4×16tel-Matrix für eigene Klick-Muster.

Grid und Verzierungen wandern mit in den Song-Export; die Mixer-Regler bleiben bewusst Geräte-Einstellung. Play spielt immer das Grid im Loop — der laufende Takt wird hervorgehoben.

7 · eScalator — Skalen-Referenz & Transitions

Der eScalator ist die druckbare Referenz aller sieben Positionen der Dur-Skala — je Grundton, im Kiltz-Finger-String-System mit CAGED-Zuordnung plus den 3NPS-Leihpositionen.

eScalator Referenz
Die Referenz: pro Zeile eine Position (2D, 1D, 4A, …) mit Griffbild — Grundton wählbar, 🖨 druckbar.
Senkrechte Ansicht
Senkrecht: alle Lagen grau auf einem vertikalen Griffbrett (tiefe E-Saite links, tiefste Lage oben), die angeklickte Lage farbig — Lagen-Tiles links.
Transitions per Slides
Transitions (per Slides): Startton antippen, der leuchtenden Spur in die nächste Lage folgen — mit Finger-Ziffern für Start und Ziel.
  • Kiltz / CAGED ↔ 3NPS: Umschalter zwischen den Box-Positionen und den sieben 3-Notes-per-String-Patterns.
  • Waagrecht ↔ Senkrecht: jede Ansicht in zwei Ausrichtungen — klassische Zeilen oder das vertikale Alle-Lagen-Board. Deine Wahl wird gemerkt.
  • Transitions: geführte Lagenwechsel — kuratierte Slides auf Zieltöne der Hierarchie Grundton → Terz → Quinte → Septime, aufwärts wie abwärts. Angekommen? Dann geht es von der neuen Lage direkt weiter.
  • Drucken: jede Ansicht fällt beim Druck auf die klassischen Referenz-Boards in Druckfarben zurück.
3NPS-Ansicht
Die 7 3NPS-Patterns: Pattern k startet auf der k-ten Skalenstufe der tiefen E-Saite.
8 · modes·explorer — der Modus-Lehrgang

Der modes·explorer ist der interaktive Lehrgang zur Interim-Skala-Methode. Du findest ihn eingebettet auf der Website und in ModusCycler (Bereich 3, pro Akkord) — dort öffnet er sich gleich mit dem passenden Grundton und Modus.

modes·explorer
Grundton, Position und Modus wählen — darunter die vier Schritte des Lehrgangs.

Der Kern sind die vier Schritte, die Du nacheinander anklickst:

  • 1 · Ausgangspunkt: die Dur-Skala Deines Grundtons in der gewählten Position.
  • 2 · Verschieben: die Skala wandert auf die Interim-Basis — Du siehst die Verschiebung direkt auf dem Griffbrett.
  • 3 · Finden: wo liegt Dein Grundton im Interim-Shape?
  • 4 · Fühlen: den Modus spielen — mit Charakter, Stimmung und Intervallformel im Kopf.
Alle Positionen
„Alle Positionen": das gesamte Griffbrett grau, die gewählte Position farbig — als Griffmuster wahlweise Position oder 3 Notes/String.

In der freien Web-Version sind Lydisch und Äolisch enthalten; die App-Version ergänzt die übrigen Kirchentonarten sowie weitere Skalen wie Harmonisch Moll, Phrygisch Dominant oder Ganzton.

9 · Tipps & Problemlösung
  • Kein Ton? Einmal auf ▶ Play tippen (Browser erlauben Audio erst nach einer Berührung) und prüfen, ob der Klingelschalter des iPhones nicht auf stumm steht.
  • Ton nach Sperrbildschirm weg? Die App erkennt das und repariert die Audio-Engine automatisch beim Aufwachen — einfach erneut Play drücken, falls nötig.
  • Tempo: Die App ist der Taktgeber. Änderst Du das BPM in der Sticky Bar, zieht das Metronom mit — drehst Du am Tempo-Rad des Ticks, übernimmt die App den Wert.
  • Songs zwischen Geräten: per Exportieren als .json-Datei — der Import funktioniert auf PC und Handy gleichermaßen.
  • Tutorial erneut ansehen: über das ? in der Sticky Bar jederzeit neu starten.

Fragen, Wünsche, Fehlerberichte: Kontaktdaten im Impressum.

Stand: Juli 2026 · www.moduscycler.com · app.moduscycler.com